Geröstete Nüsse schmecken intensiver und knacken lauter. Aber was passiert beim Rösten eigentlich mit der Nuss? Und ändert sich dabei etwas an den Nährstoffen?
Wir schauen uns beide Varianten genauer an und vergleichen die Vor- und Nachteile von rohen und gerösteten Nüssen, damit du für dich entscheiden kannst.
Was beim Rösten passiert
Der Röstprozess verändert die Eigenschaften der Nuss. Der Geschmack wird kräftiger, die Nuss knuspriger, und auch ihre Struktur ändert sich. Die meisten Nüsse werden dafür ohne Schale geröstet, entweder trocken oder mit Öl.
Beim Trockenrösten erhitzt man die Nüsse ohne Öl oder Wasser unter ständigem Rühren, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt. Beim Ölrösten übernimmt ein Pflanzenöl wie Oliven- oder Rapsöl diese Aufgabe und sorgt dafür, dass die Hitze überall gleichmäßig ankommt.
Nährwerte im Vergleich
Rohe und geröstete Nüsse haben ein ähnliches Nährwertprofil. Geröstete enthalten etwas mehr Fett und Kalorien, weil sie beim Erhitzen Feuchtigkeit verlieren. Achtest du auf dein Gewicht, ist das ein Faktor, den du mitdenken kannst. Ein paar Zahlen zur Einordnung, jeweils pro 28 Gramm:
- Rohe Bio-Mandeln liefern 14 Gramm Fett und 161 Kalorien, die gleiche Menge gerösteter Mandeln 15 Gramm Fett und 167 Kalorien.
- Rohe Bio-Pekannüsse liefern 20 Gramm Fett und 193 Kalorien, die gleiche Menge gerösteter Pekannüsse 21 Gramm Fett und 199 Kalorien.
- Rohe Bio-Cashewkerne liefern 12 Gramm Fett und 157 Kalorien, die gleiche Menge gerösteter Cashewkerne 13 Gramm Fett und 163 Kalorien.
Die Nachteile von gerösteten Nüssen
Enzyme und hitzeempfindliche Nährstoffe
Rohe Nüsse und Samen enthalten Enzyme und Nährstoffe, die beim Rösten verloren gehen können. Enzyme gelten als hilfreich für Verdauung und Nährstoffaufnahme, und die hitzeempfindlichen Nährstoffe können Teil einer ausgewogenen Ernährung sein.
Öle, Salz und Zucker
Bei der Herstellung von gerösteten Nüssen kommen oft Öl, Salz oder Zucker dazu, damit sie kräftiger schmecken. Diese Zusätze verändern den Nährwert, und viel Salz oder Zucker willst du in einem Alltagssnack vermutlich nicht ständig mitessen. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich.
Allergische Reaktionen
Für manche Menschen sind geröstete Nüsse leichter verdaulich, bei anderen können sie allergische Reaktionen auslösen. Die Hitzebehandlung kann Allergene verändern oder neue entstehen lassen, auf die empfindliche Personen reagieren.
Am Ende entscheidest du nach deinen Vorlieben und Bedürfnissen. Es lohnt sich, die Vor- und Nachteile beider Varianten zu kennen und insgesamt ausgewogen und abwechslungsreich zu essen, damit dein Körper alles bekommt, was er braucht.
Was für rohe Nüsse spricht
Rohe Nüsse kommen ohne Zusätze aus und sind gut haltbar. Einweichen und anschließendes Trocknen kann außerdem helfen, ihre Nährstoffe besser aufzunehmen.
Der Grund liegt in der Phytinsäure, einer natürlichen Substanz in Nüssen. Beim Reifen wird daraus Phytat, das sich an Mineralstoffe bindet und ihre Aufnahme im Körper erschwert. Weichst du rohe Nüsse ein und trocknest sie danach, baust du einen Teil davon ab und dein Körper kommt leichter an die guten Stoffe. Eine naturbelassene Mischung wie HIGHLY NUTS ist dafür ein guter Einstieg.
Manche sorgen sich um Pilze und Bakterien, in rohen wie in gerösteten Nüssen. Mit sorgfältiger Beschaffung, Handhabung und Lagerung lässt sich das gut vermeiden.
Fazit
Rohe, eingeweichte und getrocknete Nüsse gelten wegen ihrer Nährstoffdichte als besonders empfehlenswert. Geröstete Nüsse sind dafür der praktische, kräftig schmeckende Snack für unterwegs. Weil sie oft mehr Salz und Fett mitbringen, isst du sie am besten in Maßen.
Wenn du dich immer noch nicht entscheiden kannst, probier verschiedene Sorten aus und triff deine eigene Auswahl. Probier dich einfach durch und finde deine Lieblingssorte. Viel Spaß beim Snacken.